Ist ja typisch!

Mädchen lieben rosa und spielen mit Barbies, Mama kümmert sich um Haushalt und Kinder … Und Jungs mögen blau und klettern mit Freunden auf Bäume, während Papa die Familie versorgt … Eine klare Rollenverteilung und unterschiedliche Erwartungen an die Geschlechter gab es Jahrhunderte lang. Heute ist das zum Glück anders. Oder?

Wie sich die Geschlechterrollen verändert haben, welche Klischees sich hartnäckig halten und was dran ist, am Unterschied zwischen Jungs und Mädchen: Hier gibts die Antworten …

 

Frauen und Männer – damals und heute

In der Steinzeit ging der Mann jagen, die Frau sammelte Früchte, kochte das Essen und versorgte die Kinder. Viel geändert hat sich daran lange nichts. Es gab sogar Zeiten, in denen eine Frau fast keine Rechte hatte und sich dem Mann komplett unterordnen musste. Schule, Ausbildung oder sogar Studium? Fehlanzeige.

Heute sieht die Sache zum Glück anders aus: Frauen erziehen nicht mehr nur die Kinder und putzen die Wohnung, sie haben anspruchsvolle Berufe, genau wie Männer. Die wiederum kümmern sich im Gegenzug genauso um den Nachwuchs, greifen zum Staubsauger oder kochen mal das Abendessen. Im Großen und Ganzen ist das super, manchmal können all die unterschiedlichen Aufgaben und Rollen, die Frauen und Männer heute übernehmen, aber auch ganz schön anstrengend sein.

Denn bei Beruf und Kindern bleibt es nicht … Von der „modernen Frau“ und dem „modernen Mann“ wird auch erwartet, einen großen Freundeskreis zu haben, Sport zu treiben und neben all dem auch „Beauty und Wellness“ nicht zu vernachlässigen. Schließlich soll Frau und natürlich auch Mann möglichst immer top aussehen. Ganz schön viel, um dabei noch gelassen durchs Leben zu gehen?

 

Lass Dich nicht stressen und unter Druck setzen! Wenn Du Dein Tempo selbst bestimmst und Dir erlaubst, nicht in allen Bereichen immer ganz vorne am Start sein zu müssen, lebt es sich heute als Mädchen oder Junge doch irgendwie viel besser als damals.

 

Alles nur Klischee – von sanften Mädchen und starken Jungs

Die Rollenverteilung hat sich also deutlich gelockert, dann ist doch alles super! Leider nein, denn Vorurteile und Klischees darüber, wie Jungs und Mädchen sind und was man von ihnen erwartet, gibt es trotzdem noch und das kann manchmal ganz schön nerven ….

Jungs sind mutig und furchtlos – ist doch klar! Sie lieben Fußball und sind im Sport sowieso die Schnellsten und Besten. Über Gefühle wird nicht geredet und beim Anbaggern machen sie immer den ersten Schritt. Und Mädchen? Die sind lieb, zurückhaltend und immer fleißig in der Schule. Können aber leider keine Geheimnisse für sich behalten und sind echt zickig und empfindlich. Und Blondinen? Die sind eh alle dumm.

„So ein Quatsch“, sagst Du? „Da hast Du Recht“, sagen wir! Und nervige Klischees gibt es doch eigentlich nur, damit man das Gegenteil beweisen kann! Genau das versuchen auch Lina und Claas in unserer „Streitbar“…

 

PODCAST „Streitbar“

Willkommen in der Streitbar – hier gehen keine Drinks, sondern klare Sprüche über den Tresen. Offene Worte versus verstaubte Vorurteile. Heute im Wort-Gefecht an der Streitbar: Klaas contra Lina. Mit der Frage: Wie müssen Jungs sein?

 

Mädchen = Junge?!

Heißt das, Mädchen und Jungs haben eigentlich die gleichen Eigenschaften, Stärken und Schwächen? Kann man so auch nicht sagen … Es gibt schon Unterschiede und tatsächlich sind einige sogar angeboren. Forscher haben herausgefunden, dass Mädchen z. B. von Natur aus schneller und leichter sprechen lernen und fürsorglicher sind, woraus wiederum intensivere Beziehungen zu Familie und Freunden entstehen können. Jungs liegt es in den Genen, sich mehr für – naja, sagen wir mal „bewegte Gegenstände“ in der Umgebung zu interessieren und (Mädels, man muss es zugeben) sie haben ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen.

Das heißt aber noch nichts. Denn wie sich unsere Fähigkeiten und unsere Persönlichkeit entwickeln, hängt ganz stark von unserer Umwelt ab, d. h. von unserer Erziehung, den Freunden oder der Schule. Damit steht am Ende also doch definitiv fest: Typische Mädchen und typische Jungen gibt es nicht …


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