Bin ich betroffen?

„Ist da vielleicht etwas?“ Du stellst Dir diese Frage in letzter Zeit immer häufiger, schiebst den Gedanken aber schnell wieder weg? Hier soll nicht der große Zeigefinger geschwungen werden, aber vielleicht ist der eine oder andere Denkanstoß für Dich dabei.

 

Ein ungutes Bauchgefühl

Hast Du das Gefühl, dass Du eventuell gefährdet bist, in eine Essstörung hineinzurutschen? Oder ist Dir insgeheim schon lange klar, dass etwas mit Deinem Essverhalten nicht stimmt und Dich eine Essstörung fest im Griff hat?

Egal, ob Anzeichen einer Essstörung erst vorsichtig an Deine Tür klopfen oder aber schon unübersehbar bei Dir zu Hause eingezogen sind: Der erste Schritt ist, über die eigene Situation nachzudenken und Dir mögliche Probleme mit dem Essen einzugestehen. Das ist leichter gesagt als getan – vor allem weil man sich oft erfolgreich die Illusion bewahrt, alles im Griff zu haben und endlich genau das Leben zu führen, dass man doch immer führen wollte.

 

Ist da ein Problem?!

Dann hilft es vielleicht in einem nächsten Schritt, wenn Du einmal ganz tief in Dich hineinhorchst und Dich fragst, ob Du Dein Leben mit Deinem jetzigen Essverhalten tatsächlich so weiterleben möchtest oder ob Du Dir nicht insgeheim wünscht, dass alles wieder so wäre, wie vor dem Beginn Deines essgestörten Verhaltens. Ohne die ständigen Selbstvorwürfe und Schuldgefühle. Es muss ja erst einmal gar nicht darum gehen, etwas zu ändern. Bleib ganz bei Dir und versuche, Dich über eine gewisse Zeit selbst zu beobachten:

  • Was für einen Nutzen hat Dein derzeitiges Essverhalten für Dich? Gibt es Dir zum Beispiel das Gefühl, Dein Leben wenigstens in einem Bereich voll im Griff zu haben? Oder deckt es unangenehme Gefühle zu, denen Du Dich nicht stellen möchtest?
  • Mit welchen Gefühlen hungerst oder isst Du? Und bei welchen Gelegenheiten schlägt die Essstörung besonders extrem zu – oder lässt Dich andererseits eher in Ruhe?
  • Könnte es vielleicht noch andere Möglichkeiten außer dem Essen geben, Deine Gefühle auszudrücken und Bedürfnisse zu erfüllen?
  • Hast Du schon mal ausprobiert, wieder ganz normal zu essen? Jeden Tag aufs Neue und es klappt nicht? Ist die Essstörung stärker und nicht zu kontrollieren?

 

Mut & Kraft

Wenn Du Dein zwanghaftes Essverhalten bereits buchstäblich satt hast, dann versuche, den Kampf gegen Deinen Körper einzustellen und all Deinen Mut aufzubringen, um Dich von der Essstörung als Teil Deiner Persönlichkeit zu verabschieden. Du brauchst einen bärenstarken Willen, tatsächlich etwas verändern zu wollen und sicherlich auch andere Menschen, die Dich unterstützen.

Zu allererst kann es helfen, wenn Du Dich einem Familienmitglied oder Deiner besten Freundin anvertraust. Je nachdem wie sehr Dich die Essstörung im Griff hat, solltest Du Dich außerdem ganz ehrlich fragen, ob Dir diese Art der Unterstützung ausreicht oder ob Du für die Bewältigung der Essstörung nicht auch die Hilfe von Experten und anderen Betroffenen brauchst.

 

bauchgefühl-E-Mail-Beratung

Die Initiative bauchgefühl bietet eine kostenlose – und wenn Du möchtest, anonyme – Mail-Beratung. Wenn Du Fragen zu Dir, zu einer Freundin, einem Freund oder etwas ganz anderem rund um das Thema Essstörungen hast, dann schreib einfach an: .ed.l1513277541heufe1513277541ghcua1513277541b-kkb1513277541@gnut1513277541areb1513277541

 


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